Aktionen des Grünen Gockels

April 2021 – Umstellung des Abendmahlsgeschirrs auf Edelstahl

Wir feiern als Gemeinde miteinander Abendmahl – und wollen dabei daran denken, was Jesus für uns getan hat – und nicht, welchen Müll wir gerade produzieren. Gleichzeitig soll selbstverständlich auch unter Corona-Bedingungen alles hygienisch einwandfrei sein.

So kam es zu dem neuen Abendmahlgeschirr. Verschiedene Becher wurden begutachtet, verglichen. Wie sehen sie aus? Wie liegen sie in der Hand? Wie lassen sie sich reinigen? Welche Assoziationen lösen sie aus? Die Entscheidung fiel letztendlich auf schlichte, formschöne Edelstahlbecher.

Damit es beim Feiern des Abendmahls keine Flecken gibt, hat René Patrnus passgenaue Einsätze für unsere Tabletts gemacht. So erreicht das Abendmahl auch die Übertragungsräume, ohne unterwegs verloren zu gehen. So sind wir im Abendmahl alle miteinander vereint.

März 2021 – Umstellung des Kaffees

Wie sehr genießen wir eine gute Tasse Kaffee! Das Kirchen-Café nach dem Gottesdienst ist ein Ort der Begegnung und des Genusses.

Deshalb wollten wir als Grüner Gockel ursprünglich möglichst die ganze Gemeinde beteiligen an der Auswahl eines neuen Kaffees, der unter fairen, biologischen Bedingungen produziert wird – und natürlich Genuss pur sein soll. Da wegen Corona kein Kirchen-Café stattfinden konnte, mussten wir leider die „Versuchsgruppe“ kleiner gestalten.

Wir freuen uns, einen hochwertigen, lokalen gerösteten und leckeren Kaffee anbieten zu können, der nachhaltigen Kriterien entspricht! Bereits in Kürze soll nicht nur der Kaffee aus der Kaffeemaschine frisch gemahlen sein, sondern wir wollen auch den Kaffee für den Filterkaffee frisch mahlen und aufbrühen. Mmh!!

Wir freuen uns auf die Zeit, in der wir alle entspannt diesen Kaffee miteinander genießen können!

März 2021 – Sicherheitsbegehungen für die Zertifizierung

Als Grüner Gockel haben wir nicht nur die Arbeitsbedingungen unserer Kaffee-Produzenten im Blick, sondern auch die unserer Mitarbeiter*innen vor Ort. Deshalb fanden formale Sicherheitsbegehungen und Haus-Checks statt. Alle aufgedeckten Sicherheits- oder haustechnischen Probleme werden im Rahmen des Zertifizierungsprozesses aufgearbeitet – von teilweise verstellten Fluchtwegen bis hin zur Einstellung der Heizung.

März 2021 Food-Sharing klappt leider nicht in den Gemeinderäumen

Teilen statt wegwerfen ist das Konzept von Food-Sharing: Handel, Gastronomie und Privatpersonen stellen Lebensmittel, die sie nicht mehr verkaufen oder nutzen können, anderen zur Verfügung.

Angedacht war, in den Räumen der Wache einen solchen Fairteiler zu installieren. Leider scheiterte es daran, dass es innerhalb der Friedenskirche bereits mehrere Gruppen gibt, die „Anwartschaften“ auf den angedachten Raum haben, der geeignet wäre – und so können wir derzeit kein Food-Sharing in der Gemeinde aufbauen ☹. Doch wer weiß – vielleicht gehen zu einem anderen Zeitpunkt Türen auf? Wer trotzdem Essen spenden oder Essen nutzen möchte, kann die Fairteiler im Haus der Dinge, im Verschwörhaus, in der Uni Ulm oder im Haus der Begegnung nutzen.

Januar 2021 – Handy-Aktion

Alte Handys sind Schatzkisten. In den mehr als 200 Millionen Handys, die in Deutschlands Schubladen liegen, sind z.B. 4,8 Tonnen Gold enthalten. Durch Recycling werden diese Rohstoffe wieder gewonnen.

Durch die Abgabe der Altgeräte bei Sammelaktionen kann verhindert werden, dass die Geräte als illegaler Elektroschrott z.B. in Ghana landen. Kinder und Jugendliche verbrennen dort die Altgeräte, um an die Metalle zu kommen. Damit verdienen sie etwas Geld, bezahlen es aber mit ihrer Gesundheit.

Ein einziges Handy enthält bis zu 60 Rohstoffe wie Lithium, Zinn u.ä.. Der Abbau dieser Rohstoffe bringt in den Ursprungsländern massive Umweltzerstörung mit sich, die Arbeitsbedingungen der Arbeitskräfte sind häufig menschenunwürdig.

Allein in Deutschland werden jährlich 25 Millionen neue Handys gekauft. Da lohnt es sich zu fragen, ob das wirklich in jedem Fall notwendig ist. Die meisten Handys funktionieren deutlich länger als die 18-24 Monate, die sie bei uns im Durchschnitt genutzt werden.

Die Aktion der Friedenskirche brachte 6,7 kg an Altgeräten, die so einem sinnvollen Recycling oder einer neuen Nutzung zugeführt werden.

www.handyaktion-bayern.de

Januar 2021 – Antrag einer Förderung für eine Photovoltaikanlage auf der Friedenskirche

Immer wieder gibt es geniale Fördermöglichkeiten – und mit Roland Schütte hat die Gemeinde jemand, der sich ganz engagiert darum kümmert. So konnte im Januar der Antrag für eine Photovoltaikanlage gestellt werden. Wir hoffen sehr, dass sie möglich wird!

Dezember 2020 – Der Grünen Gockel geht online

Nachdem intern schon einiges passiert ist, soll es auch nach außen sichtbar werden: Der Grüne Gockel bekommt einen Platz auf der Homepage der Friedenskirche! In einer ersten Version geht eine erste Erklärung zum Grünen Gockel online.

Zeitgleich bekommt der Grüne Gockel eine eigene Mail-Adresse, kann nun also auch von außen angesprochen werden – macht gerne reichlich Gebrauch davon 😊

gruener [dot] gockel [at] friedenskirche-neu-ulm [dot] de

Veröffentlicht werden ebenso die Schöpfungsleitlinien, die Basis unserer Arbeit. Und unser erstes „Werk“, die Kriterien zum nachhaltigen Lebensmitteleinkauf. Bereichert um einige weiterführende Links ist das ein schöner Start der online-Präsenz des Grünen Gockel.

November 2020 – Sonntag für Freiheit und Gerechtigkeit

Der Grüne Gockel wagt sich an sein erstes Projekt, das nach außen gerichtet ist: Wir beteiligen uns am Sonntag für die Freiheit der Micha-Initiative.

Geplant war eine ganze Projektwoche mit thematischen Predigten, Schwarzbrot-Abend, ein Kino-Abend zum Thema Mode, vielfältige Angebote nach den Gottesdiensten.

Je näher der Termin kam, desto deutlicher wurde: mit Corona geht das so nicht.

Da bereits die erste Vorstellung verkürzt stattfinden musste, war es uns wichtig, die einzelnen Gemeindemitglieder „mitzunehmen“. Deshalb fanden um den Sonntag der Gerechtigkeit Predigten zur geistlichen Dimension von Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit statt und der Grüne Gockel konnte sich diesmal live und in Präsenz im Gottesdienst der Gemeinde vorstellen und von seinen Zielen erzählen. Vertieft wurde die Vorstellung noch in der Gemeindeversammlung, die allerdings nur virtuell möglich war.

Unter strengen Corona-Auflagen konnte nach dem Gottesdienst ein zwar reduziertes, aber doch sehr attraktives Angebot gemacht werden: faire Produkte des Weltladens konnten erworben werden, es gab vielfältige Informationen zum Thema nachhaltige Ernährung und Mode – darunter auch die ersten eigenen Flyer und viele regionale Tipps – und es wurden Möglichkeiten aufgezeigt, wie Mode und Textilien nachhaltig bezogen werden können. Insgesamt wurde an den beiden Sonntagen ein Umsatz von über 1.000 € erzielt!

Streichen mussten wir corona-bedingt alles, was mit Lebensmitteln zu hat – Verkostungen und Kaffeeprobe lassen sich mit Mund-Nasen-Bedeckung genauso wenig umsetzen wie ein nachhaltiges Gemeinde-Mittagessen. Der kritische Kinoabend zur Mode mit der Vorführung regionaler, nachhaltiger Mode musste leider ganz entfallen – wir hoffen sehr, dass es nur aufgeschoben ist und zu einem anderen Zeitpunkt möglich sein wird!

November 2020 – Artikel im Gemeindebrief

Grüner wird´s (nicht)!

Der Grüne Gockel stellt sein Konzept im Gemeindebrief vor.

November 2020 – Erste Flyer entstehen

Der Grüne Gockel ist nichts fürs Hinterzimmer! Alle sollen es sehen, alle sollen inspiriert werden, die Gedanken sollen Kreise ziehen.

Deshalb haben wir die Schöpfungsleitlinien als Flyer gestaltet, den jedes Gemeindemitglied erhalten hat.

Weil immer wieder nachgefragt wird, was der einzelne konkret tun kann, sind wir der Frage nachgegangen, wie wir unseren Einkauf, unser Kochen nachhaltiger gestalten können. Das Ergebnis ist in dem Flyer Bewahrung der Schöpfung zu bewundern – und findet hoffentlich zahlreiche Umsetzer*innen!

Sommer 2020 – Umstellung der Reinigungsmittel der Gemeinde

Natürlich will unsere Gemeinde sauber sein! Das wollen wir sogar in noch umfassenderem Sinne. Unsere Gemeinde soll nicht nur sauber im Sinne von hygienisch sein, sondern auch sauber in Bezug auf unser Gewissen.

Verschiedene Produktalternativen wurden probiert, getestet und mit den Mitarbeiter*innen, die sie anwenden, besprochen. Selbstverständlich werden die bereits gekauften Produkte vollständig verwendet – nachgekauft wird nachhaltig: Reinigungsmittel, Waschmittel, Hygieneartikel. Zu allem gibt es hochwertige, ökologisch sinnvolle Alternativen – die überraschenderweise in etlichen Fällen sogar günstiger sind als die konventionellen Produkte, so dass wir durch die Umstellung sogar Geld sparen.

September 2020 – Nachhaltiges Essen bei der WoKo

Highlight eines jeden Jahres für die Jugendlichen unserer Gemeinde ist die WoKo: eine Woche gemeinsam in der Gemeinde chillen, lachen, arbeiten, kochen, beten, essen – LEBEN eben!

Zusammen mit jugendlichen Helfern hat der Grüne Gockel eine Mahlzeit nachhaltig angeboten – vegetarisch und vegan. Die Aktion hat großen Spaß gemacht, Raum für viele Gespräche gegeben – und den meisten hat es geschmeckt.

Um mittelfristig das Getränkeangebot nachhaltiger zu gestalten, wurden an diesem Tag alternative Limonaden angeboten – teilweise regional, teilweise biologisch, auf jeden Fall in Mehrweg-Verpackung. Für jeden Geschmack war etwas dabei, so dass ein erster Impuls für nachhaltige Getränke in der Gemeinde gesetzt ist.

Mai 2020 – Helfende Hände

Wer kennt das nicht? Für ein Handwerker-Projekt wäre genau das eine Werkzeug notwendig, dessen Anschaffung sich nicht lohnt. Oder beim Aufräumen ist ein kleines Schränkchen übrig – zu schade zum Wegwerfen.

Genau hier setzt die Idee der „Helfenden Hände“ an, die Caroline Wood umgesetzt hat: Ein Netzwerk, in das jedes Gemeindemitglied Artikel zu verschenken, zu verkaufen, zu verleihen einstellen kann, bez. solche suchen kann. Ebenso kann praktische Hilfe oder Unterstützung für Projekte gesucht werden.

Genial einfach und genial nachhaltig! Jedes Gemeindemitglied, das mitmachen möchte, kann sich per WhatsApp bei Caroline Wood melden (Telefonnummer im Gemeindeverzeichnis oder churchtools) und Teil davon sein. Notwendig ist nur der Zugang zu WhatsApp.

Damit viele Menschen die Hilfe finden, die sie suchen und viele gute Dinge einen neuen Besitzer finden!

April 2020 – Beginn der Bestandsaufnahme zu allen relevanten Themen

Fast alle Themen haben Berührungspunkte zur Nachhaltigkeit – deshalb ist der erste Schritt im Rahmen des Zertifizierungsprozesses eine Bestandsaufnahme. Es geht darum zu erkennen, wo wir als Gemeinde stehen – und welches Verbesserungspotential wir haben. Da die Themen sehr umfassend sind, begleitet uns diese Bestandsaufnahme noch eine längere Zeit – während wir parallel bereits beginnen, erste Verbesserungsschritte zu gehen.

  • Außenanlage: Versiegelung, Parkplätze, Fahrradabstellplätze, Begrünung, Biotope, Tierschutz, Pflanzenschutz, Winterdienst, …
  • Gebäude: Begrünung, Dämmung, Renovierungen, Schadstoffe, …
  • Wärmeenergie: Energiesparen, Heizung, Lüftung, erneuerbare Energien, …
  • Strom: Strom sparen, erneuerbare Energie, Photovoltaik, …
  • Wasser / Abwasser: Wasser sparen, Regenwassernutzung, …
  • Abfall: Müllreduktion, Mülltrennung, Kompostierung, …
  • Büroausstattung: Energieeffizienz der Geräte, Refill-Systeme, Recyclingmöglichkeiten, Gerätewartung, …
  • Reinigung: Reinigungsmittel, Fortbildungen, Gefahrstoffe, …
  • Küche: Lebensmitteleinkauf nach ökologischen und fairen Kriterien, Warmwassernutzung, Mehrweggeschirr, Verpackung sparen, …
  • Mobilität: Benzin sparen, Dienstfahrräder, E-Mobilität, Abstellmöglichkeiten, Car-Sharing, Autofasten, Fahrgemeinschaften, öffentlicher Verkehr, …
  • Kommunikation: Beteiligung an regionalen Projekten, Angebot eigener Veranstaltungen, Gottesdienste zum Thema, Multiplikatorenfunktion, …
  • Qualifikation: ökologische Fachkompetenz, Weiterbildungen / Fortbildungen zum Thema, Ersthelfer, Sicherheitsbeauftragter, …
  • Beschaffungswesen: nachhaltige Richtlinien für alle Einkäufe, Lieferantenauswahl, Recyclingmöglichkeiten, …
  • Sicherheit: Fachkraft für Arbeitssicherheit, gesundheitsgefährdende Stoffe, Aufzugwartung, Emissionen, …

März 2020 – Vorstellung des Grünen Gockel in der Gemeindeversammlung

Nachhaltigkeit ist weder nur ein Thema der Gemeindeleitung, noch einzelner Aktivist*innen innerhalb der Gemeinde. Nachhaltigkeit betrifft alle und jeden in der Gemeinde. Deshalb stellte die Gemeindeleitung den Grünen Gockel in der Gemeindeversammlung der Gemeinde vor.

Die ursprünglich vorgesehene Auftaktveranstaltung, zu der auch Außenstehende und Presse eingeladen sein sollten, konnte leider aufgrund der ersten Corona-Schutzmaßnahmen nicht stattfinden. Schon die Gemeindeversammlung musste weitgehend online stattfinden – zu diesem Zeitpunkt noch weitgehendes Neuland für Gemeindeaktivitäten für fast jeden von uns.

Februar 2020 – Entwicklung der Schöpfungsleitlinien der Gemeinde

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Wir verstehen die Bewahrung der Schöpfung als einen grundlegenden Auftrag, eine grundlegende Berufung von Gott an uns Menschen. Es geht nicht darum, auf einer Modewelle mitzuschwimmen, aus eigener Kraft die Welt zu retten oder grünen, esoterischen Spinnereien hinterher zu laufen. Es geht um die geistliche und praktische Dimension dessen, dass Gott uns Seine Schöpfung anvertraut hat. Mit dem Auftrag, sie zu bebauen, zu pflegen, zu bewahren.

Um dieser Tragweite gerecht zu werden, haben die Gemeindeleitung und der Grüne Gockel die Schöpfungsleitlinien entwickelt, die genau das beleuchten. Diese konnten im Februar 2020 durch die Gemeindeleitung verabschiedet werden, um als Grundlage für Entscheidungen zu dienen.

Januar 2020 – Gründung der Grünen Gockel Gruppe

Die Gemeindeleitung spricht Anna Kynast an, die sofort zusagt, die Gruppe zu leiten und sich mit viel Kompetenz, Herzblut und Engagement an die Aufgabe macht. In den nächsten Wochen wächst die Gruppe, so dass das aktive Team nun aus sechs Menschen besteht, die Gottes Auftrag an uns Christen in diesem Punkt leben wollen: Schöpfung bewahren.
Grüners Gockel TeamDas Gründungsteam: Anna Kynast, Albert Rajner, Stefan Piehler, Rene Patrnus, Miriam Piehler und Ellen Wettengel.

Oktober 2019 – Beschluss der Gemeindeleitung zum Grünen Gockel

Grüner Gockel LogoUm unserem ur-christlichen Auftrag der Schöpfungs-Bewahrung gerecht zu werden, beschließt die Gemeindeleitung, dass die Friedenskirche diesen Prozess nicht „nebenbei“ gestalten möchte, sondern ihn auf tragfähige Füße stellen möchte. Deshalb soll der umfassende Zertifizierungsprozess des Grünen Gockels für eine nachhaltige Kirche ins Leben gerufen werden.